Lackierwagen, Hordenwagen, Trockenwagen: Wo liegt der Unterschied?
Lackierwagen, Lacktrockenwagen, Hordenwagen, Trockenwagen, Trocknungswagen, Tragarmwagen – in Katalogen und Werkstätten kursieren viele Namen. Meist ist dasselbe gemeint, manchmal aber etwas völlig anderes. Diese Übersicht klärt die Begriffe, damit Sie das Richtige suchen – und finden.
Die Begriffe im Überblick
| Begriff | Was gemeint ist | Gleiches Produkt? |
|---|---|---|
| Lackierwagen | Fahrbarer Etagenwagen, auf dem lackierte Werkstücke liegend trocknen. Gängigster Begriff bei Malern und Lackierern. | Ja |
| Lacktrockenwagen | Derselbe Wagen, präziser benannt: Er dient dem Trocknen, nicht dem Lackieren selbst. | Ja – siehe Modellvergleich |
| Hordenwagen | Im Tischlerhandwerk der klassische Name: Die „Horden“ sind die Etagen. Achtung: In der Gastronomie ist ein Hordenwagen ein Tablett- bzw. GN-Wagen für Kombidämpfer. | Ja (Holz/Lack) – nein (Gastro) |
| Trockenwagen / Trocknungswagen | Allgemeiner Begriff. In Schule und Kita bezeichnet er ein Gestell zum Trocknen von Bildern – im Handwerk den Lacktrockenwagen. | Ja (Handwerk) – nein (Schule/Kita) |
| Tragarmwagen / Regalwagen | Beschreibt die Bauart: einseitig auskragende Tragarme an senkrechten Ständern. | Ja |
| Lackierständer / Lackierbock | Hält ein einzelnes Werkstück während des Lackierens. Kein Etagenwagen. | Nein – Ergänzung |
| Spritzdrehtisch | Drehbarer Tisch, auf dem das Werkstück beim Spritzen rundum erreichbar ist. | Nein – siehe Spritzdrehtisch |
| Wandtrockengestell | Etagengestell ohne Rollen, klappbar an der Wand montiert. | Verwandt – siehe Wandtrockengestell |
Lackierwagen oder Hordenwagen – gibt es einen technischen Unterschied?
Nein. Ob Sie beim Händler einen Lackierwagen, einen Lacktrockenwagen oder einen Hordenwagen für die Tischlerei anfragen: Gemeint ist ein fahrbares Gestell mit vielen Etagen, auf denen Werkstücke mit Abstand übereinander trocknen. Entscheidend sind nicht die Namen, sondern vier Kennwerte:
- Tragfähigkeit – bei Trivec je nach Modell 250 bis 700 kg.
- Etagenzahl und -abstand – 14 Etagen mit 90 mm Abstand, doppelseitig 28 Etagen.
- Spannweite zwischen den Ständern – von 440 mm für Kleinteile bis 1500 mm für lange Leisten.
- Ladetiefe – 670 mm, bei vielen Modellen auch 1000 mm.

Und was ist ein drehbarer Lackierwagen?
Wer nach einem „Lackierwagen drehbar“ sucht, meint meist ein Hilfsmittel für das Spritzen selbst: Das Werkstück soll sich drehen lassen, ohne dass man es anfasst. Dafür ist der Spritzdrehtisch gedacht – höhenverstellbar, mit vier verstellbaren Schwenkarmen, 125 kg Tragfähigkeit und Lenkrollen mit Bremse. Nach dem Spritzen wandert das Teil zum Trocknen auf den Lacktrockenwagen.
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Häufige Fragen
Ist ein Hordenwagen dasselbe wie ein Lackierwagen?
Im Holz- und Lackierhandwerk ja: Beide Begriffe bezeichnen den fahrbaren Etagenwagen zum Trocknen lackierter Werkstücke. In der Gastronomie meint Hordenwagen dagegen einen Tablettwagen für Kombidämpfer.
Was bedeutet Lacktrockenwagen?
Ein Lacktrockenwagen ist ein fahrbares Gestell mit mehreren Etagen aus Tragarmen, auf denen frisch lackierte Werkstücke liegend trocknen. So bleibt die Spritzkabine frei.
Was ist der Unterschied zwischen Lackierständer und Lackierwagen?
Ein Lackierständer hält ein einzelnes Werkstück während des Lackierens. Ein Lackierwagen nimmt viele Werkstücke nach dem Lackieren zum Trocknen auf.
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